Der Kapitalismus wird als Verlierer aus der gegenwärtigen Krise herausgehen, weil er sich seit 1990 als entfesseltes und unmenschliches Wirtschaftssystem geriert hat.
Solange noch das “sozialistische Wirtschaftssystem” vorhanden war, musste sich die kapitalistische Wirtschaftsordnung als soziale Marktwirtschaft erschaffen. Nach dem Zusammenbruch der östlichen angeblichen sozialistischen Ordnung nimmt dieses System keine Rücksicht mehr. Das Ergebnis zeigt sich als Massenverarmung, Arbeitslosigkeit, Wirtschafts- und Finanzkrise, ungerechte Umverteilung von unten nach oben sowie Ausbeutung der Welt zulasten des Klimas, der armen Länder und grundlegend als unglaublicher Betrug an den Menschen. Sozialabbau und Abbau der freiheitlichen Grundrechte gehen einher mit Überwachung und Beschneidung der Bürger, mit immer mehr Demagogie und Entfremdung.
Nicht heute oder morgen wird dieses Wirtschaftssystem zugrunde gehen. Dafür gibt es gegenwärtig keine revolutionäre Situation. Unausweichlich wird immer deutlicher, dass sich Kräfte des Fortschritts sammeln und einigen müssen, um diesen Prozess zu beschleunigen.
Es bleibt zu hoffen, dass der Rechtsstaat mit seiner freiheitliche Demokratie in der Lage sein wird, sich zu erneuern und zu reformieren. Solange aber der Staat (als Zusammenfassung aller Staaten) den Banken Billionen von Dollars und Euros liefert, um dieses ungerechte System am Laufen zu halten und nicht die grundlegenden Fragen stellt, um richtige Antworten für eine gerechte Zukunft zu finden, bleibt die gesellschaftliche Entwicklung in dieser Hinsicht ungewiss.