Assoziationskette in einem jüdischen Forum des Internets

1. Champagner
2. Aix-en-Provence
3. Kräuter der provence
4. Lavendelfelder
5. Ameisenfrei
6. judenfrei —- ooops!
7. ooops…scheissantwort, sorry
8. oops die pannenshow
9. er meinte wohl: “Jugendfrei”, oder? (4162); ansonsten ist der User disqualifiziert!

25 Dez 2007 | Weblog - 0 Kommentare

Antwort an F.

Lieber F.
sicherlich bemerkst Du, dass ich noch nicht gleich auf Deinen Brief geantwortet habe. Es fällt mir immer noch schwer, mich von meinen dunklen Gedanken – von meinem Schock – zu lösen. Unser Telefonat vom Montag, aber besonders Deine Gedanken in den Zeilen des Briefes von Dir, haben mich natürlich erfreut und mir gezeigt, dass ich den Tod eines mir nicht so nahestehenden Menschen nicht so tief gedanklich in mich hineindringen lassen darf (!). Wir haben alle den letzten Hauch eines Sterbenden gespürt – mehr oder weniger – ich habe seinen Tod wie einen kalten Wintersturm auf meiner Haut, ja in mir, gespürt. Mir ist noch nie so deutlich geworden, dass das Leben sehr kurz ist und wir stets nur auf Abruf im Leben sind. Das hat mir Angst gemacht und meine Ängste aus vergangenen Zeiten waren plötzlich wieder Realität. Ich glaubte, wieder voll gesund zu sein. Ich spürte, dass alles unter meiner verletzlichen Oberfläche ganz nah und da ist; kein Panzer, keine feste Hülle umgeben mich.
Bitte glaube mir, ich kann jetzt damit umgehen. Es muss sich niemand Sorgen um mich machen. Ich bin nicht seelisch oder anderweitig gefährdet. Mir fehlt die Kaltschnäuzigkeit mancher Zeitgenossen. Ich bin nicht egoistisch genug für diese Welt. Ich hoffe, dass sich nach diesem Erlebnis meine Verschlossenheit und Einsamkeit nicht weiter verstärken werden .

05 Dez 2007 | Weblog - 0 Kommentare

Ein lieber Brief an mich von einem guten Freund (weil ich so erschüttert war).

Lieber R.

wollte Dich zum Ausklang dieses ersten Advents, nach unseren gemeinsamen, wohl schwer zu bewältigenden Erlebnissen, noch einmal erreichen – wie versprochen auch mit einigen
(wie ich hoffe) ermutigenden Gedanken über den Gang der Dinge, über den (Kreis-)Lauf des Lebens, über die Notwendigkeit (und auch Schönheit, weil unabänderliche und damit durchaus beruhigende Gewissheit) des ewigen Werdens und Vergehens, die mich heute bewegt haben…
Waren morgens zum Abendmahl-Gottesdienst im Magdeburger Dom.
Zunächst einmal sei vorausgeschickt: Ich bin kein tief religiöser Mensch.
Aber es ist so beruhigend, in 1000jährigen Kirchenschiffen zu sitzen, unter turmhohen Gewölben aus behauenen Sandsteinquadern, von Menschen vor unzähligen Generationen vor uns für die „Ewigkeit“ zusammengefügt, um Einkehr zu halten und sich mit dem Herzen dem zu nähern, was mit dem Verstand schwer zu begreifen ist.
Um uns waren Alte, Junge und Kinder, die fasziniert auf die Orgel starrten und einzelne Worte aus der Predigt, wie „Esel“ und „Teufel“, voller Begeisterung lauthals wiederholten.
Und so, wie die Mischung der Generationen zu besichtigen war, ist es immer gewesen: früher waren die Alten die Kinder, die mit großen Augen die Wunder des Lebens bestaunten und später werden die Kinder die Alten sein, die glücklich lächelnd sich an der Naivität der Nachwachsenden erfreuen.
Hierzu fällt mir immer der Prediger Salomo ein:
„Es ist alles ganz eitel…was hat der Mensch für Gewinn von all seiner Mühe…Ein Geschlecht vergeht, das andere kommt, die Erde aber bleibt ewiglich…Alle Wasser laufen ins Meer, doch wird das Meer nicht voller; an den Ort, da sie herfließen, laufen sie wieder hin…Es geschieht nichts Neues unter der Sonne…Es ist längst vorher auch geschehen in den Zeiten, die vor uns gewesen sind…Ich sah an alles Tun, das unter der Sonne geschieht und siehe, es war alles eitel und Haschen nach Wind.“
Ich finde dies sehr tröstlich. Seit etwa meinem 18.Lebensjahr sind diese Bibel-Verse Ausdruck meiner „Welt-Anschauung“ – sind verbaler Ausdruck der (relativen) Gelassenheit, mit der ich das irdische Treiben (sehr viel distanzierter, als man gemeinhin von mir glaubt) betrachten kann.
An der Religion interessieren mich eher die kulturhistorisch-philosophische Dimension, der soziologische Aspekt religiöser Rituale, ihre psychologischen Wirkungsmechanismen, die Schuld und Sühne-Relation, ihre Ganzheitlichkeit, die -verdichtet- in schlichten Gebeten und Glaubensbekenntnissen ein Abbild der Komplexität irdischer Existenz über ihre Grenzen, Geburt und Tod, hinaus schaffen kann.
Diese „Verdichtung“ (Simplifizierung) ist eine großartige kulturhistorische Leistung der Menschheit; sie erlaubt (auch „schlichteren“ Gemütern) den Zugang zu Trost und Zuversicht, ohne den ein („Über“)-Leben in dieser zerissenen Welt gar nicht denkbar scheint; sie stellt einen „Kompass“ (um dem neuesten LVM-Wortungetüm mal eine spirituelle Bedeutung zu verleihen), einen „Werte-Kanon“, eine „Sinn-Findungs-Anleitung“ zur Verfügung – wobei diese Anleitung, ähnlich wie bei einem IKEA-Möbel, nicht zwangsläufig für jeden Anwender zum gewünschten Erfolg führt.
Man muss sich darauf einlassen, kann sich als denkender Mensch an der dann doch (bei näherer Betrachtung) hohen Komplexität und Kompliziertheit der Materie und der darum konstruierten Gedankengebäude delektieren, tief in die Strukturen eindringen, sich mit den Irrtümern auseinandersetzen, geistigen Genuss verspüren, sich „ernstgenommen fühlen“.
Irgendwann kann man dann (vielleicht) wirklich glauben – wenn man nicht den „einfachen“
Weg des Aufwachsens in einer durch christliche (religiöse) Werte geprägten Umgebung gegangen ist.
Mir wurde dieser Weg nicht „angeboten“, ich habe mich selbst auf den Weg gemacht, um herauszufinden, ob über die biologische Funktionalität hinaus ein Sinn in diesem, unserem irdischen Dasein steckt.
Gläubig, im religiösen Kontext, bin ich (noch?) nicht geworden.
Eins scheint mir aber sicher zu sein: Der Daseins-Sinn ist in uns -jedem einzelnen von uns-
angelegt. Wir müssen ihn in uns, nirgendwo anders, entdecken, zu Tage fördern, ausleben, weitergeben (die uns Anvertrauten, unsere Familie, unsere Kinder inspirieren, sich auf eben diese Suche auch bei sich selbst zu begeben).
Dies ist unsere Verantwortung dem Leben gegenüber; so tragen wir bei zum „ewigen Leben“, das uns unseren Platz zuweist in der Abfolge der Generationen; wir sind ein „Kettenglied“, das nicht reißen darf, ein Baustein im grandiosen Weltgebäude, der hilft, die Statik eines Gesamtwerkes zu bewahren, das weit über unsere individuelle Lebensperspektive hinaus geht.
Wir sind als Einzelne nicht entscheidend für das Gelingen des Werks; aber ohne uns geht es eben auch nicht, denn wir sind Träger der „Erbinformation“, die immer weitergegeben werden muss.
Und vertrauen dürfen wir darauf, dass Liebe als Dank für unsere (niemals Dank einfordernde) „Begleitung bei der Sinnsuche“, für die Ermutigung, die wir anderen geben können, zurückfließt und Lohn für die einzige wirklich wertvolle Lebensleistung ist, die wir vollbringen müssen.
So kann auch der Tod, das Sterben müssen, zu welchem Zeitpunkt auch immer, den Charakter des Unfassbaren, des Schrecklichen, des „Sinnlosen“ verlieren – denn diese Furchtbarkeit, die wir ihm zumessen, ist ja auch nur Frucht unserer Gedanken, Vorstellungen, Reflexionen, Projektionen – Ausdruck unserer Angst, dass die Welt mit uns stirbt; eine Angst, die immer dann Konjunktur hat, wenn wir die äußere Welt zu sehr auf uns beziehen, ihr Getriebe (vor allem das eitle) zu eifrig bedienen, wenn wir nach Status und Einfluss streben, weil Gier nach Äußerlichkeiten immer neue Gier produziert und nie befriedigt werden kann.
Das Leben -gerade in der „Verbrauchergesellschaft“- ist ein „Jahrmarkt der Eitelkeiten“ und wir können niemals in den Zustand der Vollendung gelangen, wenn wir uns auf den „Tanz ums goldene Kalb“ einlassen; wir erreichen ihn aber wohl (und jederzeit, auch weit vor dem in den Augen der Allgemeinheit „angemessenen“ Todeszeitpunkt), wenn wir unseren Lebenszweck erkennen und unser Wirken auf das Wesentliche konzentrieren. -
Geburt und Sterben sind untrennbare Bestandteile aller irdischen Existenz.
Sie sind die Pforten, durch die wir hinein- und nach Vollendung hinausgelangen.
„Macht hoch die Tür, die Tor’ macht weit“ heißt es in einem alten Kirchenlied.
Ich stelle mir die „Übergänge“ aus der Unendlichkeit ins irdische Dasein und auch „zurück“ in die Unendlichkeit wie das Durchschreiten weit geöffneter Türen vor; das Eintreten in lichtdurchflutete Räume, das Schwinden des „Bewusst-Seins“ in wunderbaren Traum-Sequenzen; „Willkommen und Abschied“ gewissermaßen, ganz frei nach Goethe.
Einige Gedichte und Balladen, die mir besonders aus dem Herzen sprechen, habe ich immer in meinem „Repertoire“. „Ungestört von Furcht“ gehört dazu – zwei schöne Strophen daraus sind:

Wer in sich fremde Ufer spürt
und Mut hat, sich zu recken,
der wird allmählich, ungestört von Furcht,
sich selbst entdecken.

Der mit sich selbst in Frieden lebt,
der wird genauso sterben,
und ist selbst dann lebendiger
als alle seine Erben.

Aber natürlich bin ich bekennender Hesse-Fan und habe, über seine bekannten „Klassiker“ hinaus, viele wunderbare Briefe, Tagebuchnotizen und Gedichte gelesen.
„Stufen“ ist eines der schönsten, wie ich finde:

Hermann Hesse

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollten heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden,
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Herzliche Grüße, bis bald
F.

05 Dez 2007 | Weblog - 0 Kommentare

Schein oder Sein

Der SPD-Parteitag in Hamburg hat den Vorsitzenden Beck bestätigt. Dieser hat es verstanden, die Stimmungen und Meinungen der Parteimitglieder und des Volkes aufzunehmen und den Kurs der Partei zu korrigieren. Ob es wirklich ein Linksruck sein wird, wird die Zukunft zeigen. Viel zu oft in der Vergangenheit hat die deutsche Sozialdemokratie die Bindung zur Basis verloren und sie schwer enttäuscht. Beispiel dafür gibt es viele: Ob es der Zusammenbruch der Weimarer Republik oder die schändliche Unterstützung der Kriegs- und Rüstungspolitik in Vorbereitung des Ersten Weltkrieges war, jedesmal haben die Sozialdemokraten sich gebeugt und das eigene Volk im Stich gelassen. Auch die entwürdigende Hartz-Reform gehört in die Reihe dieser Aufzählung. – Beck will weg vom SPD-Image der sozialen Kälte und der Schröderschen Arroganz. Und er erkennt, dass die Wähler sich immer mehr von der SPD abkehren werden, wenn die Politik seiner Partei nicht geändert wird. Die Linke sitzt ihm genauso im Nacken wie das eigene Scheitern.

28 Okt 2007 | Weblog - 0 Kommentare

Lasalle wird sich im Grabe umdrehen

Jetzt überbieten sie sich: Peter Müller, Ministerpräsident vom Saarland, will Hartz IV nachbessern. Aber erst nachdem Kurt Beck, der nicht ganz geschickte SPD-Vorsitzende und ebenfalls Ministerpräsident, einen Großangriff gegen die Schröderschen Zumutungen eingeläutet hatte.

Mir scheint, der Wahlkampf hat bereits begonnen. Die Menschen sollen mal wieder verdummt werden. Jetzt reden sie so und nach den Wahlen machen sie etwas ganz anderes (Siehe: Mehrwertsteuererhöhung nach den letzten Bundestagswahlen).
Wir sollten nicht vergessen, die SPD hat wahrscheinlich (?) erkannt, dass alle Umfragen zeigen, dass sie ihr Klientel verraten hat. Sie verliert in bedenklichen Größenordnungen, Mitglieder und Wähler. Falls sie jetzt nicht die „Notbremse zieht“ wird diese Partei der Geschichte angehören. Unwiderruflich. Da drehen sich Lasalle, Bebel und alle anderen Urväter dieser Arbeiterpartei im Grabe um. Heute ist die SPD keine Arbeiterpartei mehr, sie erfüllt wie immer ihre historische Rolle als Steigbügelhalter des herrschenden Kapitals.
Nur frage ich mich, warum klammern sich immer noch so viele an diese Partei und ihre Funktionäre? Ist es Dummheit, ist es Ignoranz oder ist die Verdummung des deutschen Michels bereits soweit fortgeschritten, dass man ihn nicht mehr retten kann?

14 Okt 2007 | Weblog - 0 Kommentare

Pariser Modell

Die Pariser Frauen sind immer wieder etwas besonderes:

tolle-kurven.jpg

09 Okt 2007 | Weblog - 0 Kommentare

Posierliche Ratten in Paris sind gefährdet

In Paris ist es kein Vergnügen , eine Ratte zu sein. Auf Schritt und Tritt ist das liebreizende Tierchen in Gefahr. Und dann gibts da noch diese Vernichtungswaffe, genannt ”Rattenfalle”.  Kein Entrinnen. Nur die Luft geht dem Tier dabei aus. Wo bleibt da der Tierschutz?

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Am Ende bleibt nur eine lustige Trauerfeier und immer den Blick nach vorn gerichtet.

09 Okt 2007 | Weblog - 1 Kommentar

Gelesen in einer Buchhandlung in der Bölschestraße

“Es gibt drei Regeln, ein Geschäft zu betreiben. – Leider ist uns keine davon bekannt.”

MEPI Datenbank unter Linux nutzen

Inzwischen kann man MEPI http://www.mepi.de/ auch unter Linux nutzen. Mit der Virtual Box von http://www.virtualbox.org/ unter Suse 10.2 installiert ist es möglich, in einem eigenen Fenster z.B. Windows XP zu installieren und dann über das lokale Netzwerk zwischen einem Windowsrechner und dem Linuxrechner das Programm störungsfrei und mit voller Funktionalität zu betreiben. Dabei kann direkt auf den Windowsrechner zugegriffen werden (Netzwerkfreigabe des Ordners MEPI) oder es erfolgt der Datenaustausch mittels des Programmes WINSCP und einem Zwischenschritt des Parkens des MEPI-Verzeichnisses im HOME-Verzeichnis des Benutzers von Linux. Dabei ist WINSCP auch in der Virtual Box zu installieren.
:)

12 Aug 2007 | Weblog - 1 Kommentar

Sonntags im Backshop – Zeit muss man mitbringen

Eine abgenervte Verkäuferin mit einer Stimme im Tonfall einer Hexe bedient ihre Kunden. In der Schlange stehen zehn Kunden. Gerade wird eine Mädchen im Alter von etwa 10 Jahren bedient. Sie kauft ein paar Schrippen, eingepackte Kekse und eine Zeitung. Das Brot gibt’s dazu gratis; es muss weg; es ist altbacken. „Na, hast du jetzt alles, mein Schatz? Dir schmecken wohl die Kekse, Schätzchen? Du warst doch schon mal hier!“ Das Mädchen kommt nicht zu Wort. „Macht 4,26 € – zurück gebe ich dir 24 Cent“. Jetzt meldet sie sich und sagt: „Ach, ich habe da noch eine Zeitung. Die muss ich auch noch zahlen“. „Na da wäre uns ja jetzt ein großes Malheur, passiert, Schätzchen; macht 60 Cent.“ Sie tippt den Preis in die Kasse und wechselt einen Euro. „20, 40 Cent zurück, stimmt so Schätzchen“. Sie dreht sich um und sortiert Brote von oben nach unten im Regal.
In der Reihe stehen jetzt 12 Personen. Sie dreht sich um. „Der nächste, was wünschen sie?“ Die alte Dame kauft zwei Doppelte und die drei Schusterjungen. „Die haben gerade noch auf sie gewartet! – Macht 90 Cent“. Die alte Dame zahlt einen Euro und bekommt zehn Cent zurück. Ihre Hände sind klamm und bekommt die Münzen schlecht zu fassen. Die hexische Verkäuferin zu ihr: „Stimmt was nicht? Habe ich mich verrechnet?“ Man sieht ihr an, dass sie ungehalten ist. „Nein, nein“ sagt die alte Frau. „Ich hatte nur ein Problem beim Aufnehmen der Münzen“.
In der Reihe stehen immer noch 11 Personen. Angesichts der Dialoge und der hohen, herrischen Stimme der Frau hinter dem Tresen rollen die wartenden Kunden mit den Augen und schauen ungeduldig, ob es nun weiter gehen wird. Die Hexe dreht sich wieder und sortiert erneut Brote um. Die nächste Kundin ist dran.
„Bitte ein Stück Kirschkuchen und eine Stück Apfelkuchen“. Das ist Himbeerkuchen, nehmen sie den auch?“ Kurzes zögern und eine leises „ja“ ist kaum zu hören. „Ich habe sie nicht verstanden!“. Die Dame zuckt zusammen und sagt jetzt lauter „ja“. „Mit schleimigem Lächeln fragt die Hexe „Was darfs noch sein?“ „Ein Zwiebelbaggett und 5 Doppelte“. „Hab ich nicht!“ „Doch da oben“ – erwidert die Kundin. Die Hexe sortiert mindestens 15 Baggetts und findet dann noch das gewünschte Zwiebelbaggett. „Da haben sie ja Glück gehabt, macht 3,26 €“. Die Frau zahlt und wünscht sich dann noch ein Graubrot. Darauf die Hexe: „Das reicht, sie haben genug, andere wollen auch noch was haben!”
Ich kaufe meine Schrippen, bin erschrocken über die Dialoge und werde wohl Sonntags nicht mehr in diesen Backshop gehen.

12 Aug 2007 | Weblog - 0 Kommentare

Wunderschöne Ferien im Ausbildungscamp und weitere Verbesserungen

Wieder mal eine Sommerlochmeldung.

Der Hauptgeschäftsführer des deutschen Industrie- und Handelstages, Martins Wansleben, spricht mir aus der Seele. Dreißig Tage herumgammeln ist zu viel. Urlaub ist nicht für die Erholung da; macht nur faul und träge. Urlaub machen ist out. Fortbildung ist in. Wer da keine Freude empfindet, kann einem nur leidtun.

Erst erhöhen sie uns die Arbeitszeit, dann kürzen sie die Mittel für die betriebliche Weiterbildung und nun müssen die Arbeitnehmer ran, um die Betriebe zu retten. Es gibt nämlich zu wenig hochqualifiziertes Personal. Klasse System! Einfach genial, diese Idee.

Wir sitzen ja sowieso in einem Boot, die Arbeitgeber (!?) und die Arbeitnehmer. Wer wollte sich da verweigern? Und ehe sie die Lohndrücker aus Osteuropa holen müssen (die Globalisierung ist schuld), werden wir auch diese Innovation mit Lust und Laune mitmachen. Es ist so schön in der sozialen Marktwirtschaft.
In manchen Firmen haben die Vorstände ihre Bezüge um mehrere Hundert Prozent gesteigert. Besonders in der Phase der angeblichen Rezession. Weil es den Unternehmen so schlecht ging. Das gemeine Fußvolk musste derweil auf Lohnsteigerungen verzichten, mehr arbeiten und sich selbst das Krankwerden verkneifen. Die Statistiken sprechen da eine klare Sprache. Mit 67 in die Rente mit deutlich geringeren Leistungen.

Es ist eine Freude für den gemeinen Sterblichen. Und die Einsicht in die Notwendigkeit geradezu triebhaft.
Alles in allem kann man diese Meldungen nur mit Sarkasmus ertragen. Wenn dann einer noch vom „Unterhaltungswert dieser Meldung“ spricht, muss derjenige ziemlich abgebrüht sein.

Doch etwas Positives kann ich der Meldung auch abgewinnen. Wer besonders gut qualifiziert ist, wird für die Unternehmen nicht billiger, dessen Marktwert steigt. Höhere Vergütungen sind das Mindeste…

06 Aug 2007 | Weblog - 0 Kommentare

Hotel WC

Also es gibt schon tolle Hotels. Und ihre Namen sprechen für sich.

Neu für mich:  “Hotel WC”  ;-)

hotel-wc.jpg

30 Jun 2007 | Weblog - 0 Kommentare

Ein paar Bilder vom CSD Berlin 2007

Schickes Outfit

Knapp…

Fast wie bei Stevens Hochzeit

Hochbusig zwei Engel

24 Jun 2007 | Weblog - 0 Kommentare

Die Heuchelei der SPD stinkt zum Himmel

Münteferings Empörung über die Ablehnung eines Mindestlohnes ist die reine populistische Heuchelei. Bereits auf der 140-Jahr-Feier der Gewerkschaft NGG im November 2005 erklärte er selbst, dass die SPD maximal für Branchenlösungen, also für die Ausweitung des Entsendegesetzes, eintreten wird. Jetzt tut er in demagogischer Absicht so, als sei die CDU daran Schuld, dass eine Umsetzung nicht möglich wäre. Die Wahrheit ist, die SPD will nur eine populäres Wahlkampfthema haben, um der Linken Argumente abzugraben. Natürlich ist die CDU in ihrer antisozialen Politik keinen Deut besser als die SPD. Der Unterschied ist nur der, die CDU ist in ihrer Tradition keine soziale Partei und damit eindeutig einzuordnen; die SPD hat sich von ihrem Klientel, den Arbeitnehmern und Gewerkschaftern, verabschiedet. Deshalb gibt es einen Mitglieder- und Akzeptanzschwund in besorgniserregender Quantität.
Wenn diese SPD nicht in der Lage sein wird, sich und ihre gegen die Menschen gerichtete Politik zu korrigieren, dann wird diese Partei unweigerlich aufgerieben  werden.

Kein Kurt Beck noch irgend ein anderer Politiker dieser Partei wird diesen Prozess aufhalten können! Gerhard Schröder  hat die Deutschen verkauft. Er trägt große Schuld am desolaten Zustand der SPD.  Schaffen es seine Nachfolger, diese Erosion aufzuhalten? Ich habe da
meine Zweifel!

23 Jun 2007 | Weblog - 0 Kommentare

Die Nützlichkeit des Internets oder wozu es für Großmütter auch taugt

Gespräch in einem kleinen Cafe in Zehdenick ;-)

Ein ziemlich dicker, unförmiger Mann mit Kinnbart und Schnauzer, um die 35 Jahre – schwer zu schätzen, bei dem Gewicht von ca. 150 kg – sitzt mit seiner Mutter und den Großeltern am Tisch und verzehrt genussvoll ein Stück Sahnetorte mit Extrasahne.

Mutter: „Was soll ich Dir zum Geburtstag schenken?“
Sohn grinst: „Eine Ehefrau!“
Mutter (es ist ihr peinlich): „Hör auf zu scherzen. Also was?“
Sohn: ‘wortlos’
Mutter: „Soll ich Dir wieder eine Torte backen? Was für eine? Ich habe Dir jedes Jahr eine andere gebacken.“
Da mischt sich Großmutter ein: „Du kannst ja mal ins Internet kieken, da gibt’s tolle Rezepte für Nougattorte.“

19 Jun 2007 | Weblog - 0 Kommentare

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