Das falsche Wahlvolk

Es sei doch unfair, sagt Müntefering sinngemäß auf einer Pressekonferenz nach den parlamentarischen Sommerferien, die Koalitionäre an ihren jeweiligen Wahlprogrammen zu messen.

Das ist ja die Höhe der Unverschämtheit! So unverblümt hat noch kein Politiker in der Öffentlichkeit zugegeben, dass Wahlversprechen eben nur für das dumme Wahlvolk sind, um sie bei der Stange zu halten. Nachher ist alles anders. Da wird nichts mehr umgesetzt, nichts mehr soll so sein, wie es gesagt wurde und wenn die Dummen das nicht akzeptieren, dann sind diese unfair und nicht die Politiker. Am besten, sie tauschen das Wahlvolk aus. Weg damit, es ist nur als Stimmvolk wichtig. Nur warum machen die eigentlich Politik? Warum gehen wir eigentlich noch wählen? Wo soll das hinführen? Fragen über Fragen und keine Antworten. Oder doch! Auf zur freien Selbstbestimmung, weg mit diesen Lügnern und Schmarotzern. Ich wähle zukünftig die Anarchie. Da weiß ich woran ich bin!

Ein nörgelnder Postkunde

Samstags kannst du die Post knicken. Auch wenn du genau weißt, es kommt ein Paket. Es ist vom Versender rechtzeitig abgesandt worden, dann hast du es noch lange nicht bei dir. Egal was drinnen ist, selbst Lebensmittel werden nicht zugestellt. Bisher hatten wir einen Paketfahrer, der sehr gewissenhaft seine Arbeit gemacht hat und freundlich war. Doch seit einigen Wochen haben die Herren von der gelben Behörde mal wieder ihr Zustellsystem verändert. Jetzt sitzt da beinah jeden Tag ein anderer Fahrer im Postauto DHL und kennt sich hier auf dem Lade nicht aus. Er wirft auch mal eine Karte in den Briefkasten mit der Aufforderung, das Paket am nächsten Werktag ab 17.00 Uhr in der Postagentur abzuholen, obwohl man zu Hause ist und er das Paket durchaus bei etwas mehr Zeit hätte direkt zustellen können. Dafür bezahlt man ja die hohen Portokosten, damit der gelbe Service auch zustellt. Doch weit gefehlt: Das Porto dient der Gewinnmaximierung und nicht dem Service. Wenn ich es in der Hand hätte, würde ich der Post keine Aufträge mehr geben. Andere sind besser und preiswerter.

Mit der Briefpost ist es ähnlich. Montags kommen nur Werbeblättchen. Dienstags bleibt der Briefträger meistens aus und Mittwochs sammelt sich alles, was seit Freitag nicht mehr zugestellt wurde.  Toll, wie sich alles ändert!

“In unnütz toller Wut” Maarten ‘t Hart, Roman, Piper

Dieser Dialog steht ganz am Anfang des ersten Kapitels. Molly, die Malerin, fragt den Bücherschreiber aus. Er ist zu ihr als zwölftes Modell gekommen.

Laß mich mal überlegen, elf, glaube ich, du bist der Zwölfte. Was hab ich gesagt? Alles ausziehen…so ist gut. Allmächtiger, wie kommst du in deinem Alter zu so einer guten Figur? Nicht die Spur von einem Bäuchlein. Wie ist das möglich? Du bist doch schon über fünfundfünfzig, nicht?”
“Mehr oder weniger.”
“Ich verstehe das nicht. Die elf…alle waren sie unter dem Rippenbogen tüchtig gewölbt, und du… wie schaffst du das? Machst du ständig Diät?”
“Nein, wer sich kasteit, der kommt nicht weit. Wer Diät hält, der verfeinert nur die Tricks des Körpers, Fett zu speichern, wenn man wieder normal ißt. Wer fastet, wird dick.”
“Was soll man denn sonst tun?”
“Halt dich an meinen Grundsatz: Du darfst überall reinbeißen, Hauptsache, du kannst danach ordentlich scheißen.”
“Ob das mir hilft?”
“In Reimen abnehmen.”
“Genau. Laß dir raten, sei sparsam mit Kohlenhydraten! Meidest Fette, bleibst du schlank, jede Wette.”

Gut zu lesen, wie alles von Marten t’ Hart.

Geheimnisvolles am nächtlichen Fenster

Lautes Knurren und leichtes Fauchen ist aus der Küche zu vernehmen. Was ist los? Es ist gegen 21.45 Uhr. Ich gehe nachschauen, um zu sehen, warum der Kater sein Revier verteidigt. Dem Kater Gizmo stehen alle Haare zu Berge.
Manchmal sitzt eine schwarz-weiß gescheckte Katze am Fenster. Sie bettelt öfter. Ihre Quartiereltern im Nachbarhaus haben sie schon vor einem Jahr ausgesetzt und wir füttern sie deshalb mit. Im Winter hatte ich ihr aus Kartons am warmen Kellerfenster ein etwas geschütztes Nest gebaut. Schade um das Tier, aber eine zweite Katze wollen wir nicht aufnehmen.
Aber diesmal ist es nicht unser Futtergast. Durch das halboffene Fenster sehe ich auf der Fensterbank zwei Tiergesichter. Erst denke ich, es ist das Spiegelbild von Gizmo; aber da irre ich mich. Zwei Waschbären sitzen da und schauen mich neugierig an. Sie hatten wahrscheinlich einen Tipp bekommen bezüglich einer günstigen Futterquelle. Ich nehme an, wenn das Fenster offen gewesen wäre und der Kater nichts bemerkt hätte, dann wären diese drolligen Bären auch in die Küche gestiegen.

Waschbär Waschbär (Bildquelle: Wikipedia)

Ziemlich geniale Kostenkalkulation

Eine Kostenkalkulation im OpenOffice – Format *.ods zur Errechnung des notwendigen Stunden- oder Tagessatzes für eine zu erbringende Dienstleistung, z. B. im Webdesign, habe ich auf meine Seite http://sundragon.classlibrary.net/~king zum Download gestellt. Die Datei ist passwortgeschützt und darf genutzt werden.

Gelb markierte Felder werden mit den erforderlichen Angaben beschrieben, darunter auch der private Bedarf. Wichtig ist, die Eingaben der Werte monatlich vorzunehmen. Über die Felder “Tagessatz” werden die jährlichen Arbeitstage und “Stundensatz” werden die täglich zu arbeitenden Stunden eingeben. Im Ergebnis erfährt der Nutzer, wieviel er pro Stunde Arbeitszeit bzw. pro Arbeitstag seinen Kunden berechnen muss.

Schily hat sich gewandelt

Früher bei den Grünen, dann zur SPD übergelaufen. Jetzt tätig als Aufsichtsrat. Dieses Land mit seinen Politikern scheint keine Moral mehr zu kennen.

Der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily gerät in die Kritik wegen der Einahme eines Aufsichtsratsposten beim Unternehmen Safe ID Solutions. Diese Firma wird von dem unter Korruptionsverdacht stehenden Ex-Infineon-Manager Ulrich Schumacher geleitet und bietet Hard- und Software für biometrische Pässe an. Als Innenminister hatte sich Schily für deren Einführung eingesetzt.

Sabine Christiansen – Es wird Zeit, dass sie geht.

Die Welt ist voller Krieg, Terror und Elend. In Sri Lanka bringen Rebellen der Tamilen wieder Tod und Leid übers Volk, im Nahen Osten sind Hamas, Hisbolla und Israelis in einem schlimmen Schlagabtausch (und das seit ca. vier Wochen), im Irak wird gekämpft, die Türken immer noch im Krieg gegen die Kurden, in Großbritannien kommt der Luftverkehr wegen eines weltweit vernetzten Terrorismusnetzwerks mit Wurzeln in Pakistan zum Erliegen usw. und die Christiansen bringt heute eine Talkrunde über Sportler als Vorbilder oder auch nicht. Am vergangenen Sonntag ging es um die Raucher und Nichtraucher der Nation.

Es ist nicht zufassen, wie die Fernsehverantwortlichen dem gebührenzahlenden Volk ein Programm darbieten, das nur noch als “s e i c h t e” Kost für den dummen Plebs taugt. Gute Sendungen, die dem Informationsauftrag der Öffentlich-rechtlichen entsprechen werden ins Spätprogramm nach 23.00 Uhr oder zu den Sendern ARTE oder 3Sat verbannt; manchmal auch zu Phönix. Kein Wunder, dass unsere Kinder (und nicht nur diese) desinformiert sind, kein Geschichtswissen oder besser noch Geschichtsbewußtsein entwickeln.

Schachturnier

Derzeit ist das Wetter schlecht. Es regnet in Strömen. Das kann man lesen oder Schach Spielen. Letzteres habe ich gerade am Laufen. Wo? Hier: Schach bei PSM Chess.

Die sind doch von Sinnen

Die sind doch von Sinnen! Israelis wie die Hisbollah erzeugen immer weitere Gewalt. Wer denkt da noch an Kinder, Frauen und Zivilisten – an unendliches Leid? Wer denkt an die Gefahren für die Region und an eine Ausweitung zu einem Weltbrand?

Krieg ist kein Mittel, um Frieden zu bringen. Krieg ist ein Verbrechen. Auch das Gerede vom gerechten Krieg ist letzlich nur der Deckmantel für Aggression und Machtanspruch. Frieden wird so nicht erreicht, nur eine weitere Stufe in der Eskalation zu einem verheerenden Weltkrieg.

Auch die Palästinenser haben Anspruch auf ein menschenwürdiges Leben. Das muss auch Israel einsehen. Und damit ist man noch kein Antisemit, wenn man Israel auffordert, einzuhalten. Alle Seiten müssen auf einander zugehen und Kompromisse eingehen. Mit Waffengewalt ist das nicht zu erreichen. Das war nie so und wird auch nie so sein!

Doch wie überall in dieser Welt, geht es um viel Geld, Profit, Rohstoffe, Land und Wasser. (Menschenleben sind da nur sekundär). Auch deshalb ist nichts so, wie es uns die Medien weißmachen wollen. Nachrichten sind objekiv… Ich glaube nicht daran. Jeder muss sich fragen: Wem nützt es! Und dann den rationalen Kern erkennen.