Das demografische Elend begann vor mehr als zweitausend Jahren

Mit Jesus, vor etwas mehr als zweitausend Jahren geboren (?), ging das demografische Elend los. Familienstand: ledig – also Single. Da braucht sich keiner wundern, dass die Renteneinzahler fehlen. Und wo bleibt der Familiensinn? War er vielleicht einer der ersten Schwulen? Alles Fragen, die wir bei genauerem Hinsehen beantworten können. Also: Seht hin und schaut nach!

25 Dez 2006 | Weblog - 0 Kommentare

Zeitmangel, Klima, Wohnungsbrand – glücklicherweise nicht alles bei uns zu Hause

Irgendwie war in den vergangenen Wochen keine Zeit mehr für diese Seiten. Ständig unterwegs, manchmal getrieben, bleibt eben einiges auf der Strecke. Das muss wieder besser werden – und es wird besser!
Vor Wochen habe ich schon geulkt, dass wir vor Weihnachten eher Frühlingsgefühle haben werden, statt Lust auf Winterschlaf. Wenn ich mir das Wetter und die Temperaturen so anschaue, dann war das spaßig gemeint, doch die reale Welt hat es Wirklichkeit werden lassen. Gut ist das nicht. Was daraus wird, will ich gar nicht in meiner Phantasie entstehen lassen.
Und in der Lindenstraße ist gerade die Wohnung von Tanja und Susanne abgebrannt… Ein Drama kurz vor den Festtagen.

17 Dez 2006 | Weblog - 0 Kommentare

Terry Pratchett “Gevatter Tod”, Ein Roman aus der bizarren Scheibenwelt, Heyne – Buch

Gevatter Tod, scheinbar amtsmüde, sucht sich einen Lehrling. Mortimer, genannt Mort, wird die Realität des Scheibenweltuniversums etwas durcheinander bringen. Der Sensenmann läßt den Jungen gewähren. Die Sense zu schwingen oder ein Schwert zu nutzen, um die Seelen im richtigen Moment zu befreien, erlernt der Junge schnell. So schnell, dass er sich mit seinem Herrn identifiziert. Klasse geschrieben! Schnell und gut zu lesen.

Hakenkreuze und andere verfassungsfeindliche Symbole

Das versteht man die Welt nicht mehr: Urteil im Stuttgarter Hakenkreuz-Urteil

01 Okt 2006 | Weblog - 0 Kommentare

“Das kunstseidene Mädchen”, Irmgard Keun, Roman, Büchergilde Gutenberg, 2005

„Das kunstseidene Mädchen“ wurde 1932 von Irmgard Keun geschrieben. Eine bis heute nicht sehr bekannte Schriftstellerin, deren Bücher durch die Nationalsozialisten verboten waren. Im Roman will eine junge Frau statt Schreibkraft in einem Büro der Allianz oder bei einem Rechtsanwalt zu werden, mehr aus ihrem Leben machen. Es zieht sie aus der Provinz in die große Stadt. Sie nutzt ihre weiblichen Mittel, oft in der Not, um auf sich aufmerksam zu machen oder ihren Weg zu gehen. Amüsant geschrieben und ein Zeugnis der Zeit kurz vor dem Ende der Weimarer Republik.
Diese Ausgabe ist hervorragend illustriert mit Zeichnungen von Gerda Raidt.

Wahlen als Farce: Keine Legitimation gegeben

Heute habe ich mir mal einige Nachrichtenschlagzeilen im Netz angesehen. Die Berichterstattung über das braune Wahlergebnis in M/V ist auf ein Minimum geschrumpft. Nichts zu finden, schon wieder vergessen. Die angeblichen Volksparteien lecken ihre Wunden…

Bei dieser geringen Wahlbeteiligung, z. B. in Berlin mit 58,05 %, steht in der Statistik, dass die SPD mit 30,8 % und die CDU mit 21,3 % ihre Mandate sichern konnten. Doch bezieht man die Stimmen, die die SPD erhalten hat auf alle Wahlberechtigten, dann hat sie tatsächlich nur 17,5 % der Wähler auf ihrer Seite. Bei der CDU sind es sogar nur 12,1 %. Da soll uns doch keiner mehr mit dem Begriff “Volkspartei” kommen. Die Legitimation  durch die wahlberechtigten Bürger geht immer stärker zurück.  Damit wird jede Wahl zur Farce.

19 Sep 2006 | Weblog - 0 Kommentare

“Dunkelkammer” von Louise Welsh, Krimi, Kunstmann-Verlag

Am Abgrund des schmutzigen Geschäftes der Pornografie bewegt sich der Auktionator Rilke, nachdem er im aufzulösenden Nachlaß eines reichen Glasgower Bürgers sehr verfängliche Fotografien gefunden hat. Rilke recherchiert und gerät immer tiefer in diesen Sumpf. – Gut und schnell zu Lesen. Als Kriminallektüre eine Empfehlung. Trotzdem nur für tolerante Leser geeignet!

Am Besten: Verbot der DVU, NPD und der Republikaner

In Mecklenburg-Vorpommern sitzt die NPD im neuen Landtag. Ein erschütterndes Ergebnis: nach Brandenburg und Sachsen ist es das dritte Land in den neuen Bundesländern mit rechten Extremisten im Parlament. Ob denn den Verantwortlichen in Berlin in Sachen Sicherung der demokratischen Grundlagen mal ein Licht aufgehen wird? Es besteht Handlungsbedarf, um den neofaschistischen Nährboden auszutrocknen. Da sind alle gefragt! Kein Lamentieren, keine Ignoranz, wie bisher, und vor allem ein offensives Auftreten ist erforderlich. Am Besten: Verbot der DVU, NPD und der Republikaner.

Nachtrag:
Auch in Berlin sind die Rechten in fünf Bezirksverordnetenversammlungen gewählt worden. Damit sind die Braunen im Vormarsch.

17 Sep 2006 | Weblog - 0 Kommentare

Verkommene Republik

Der volle ALG-II-Regelsatz von 345 € soll nach Vorstellung eines Sachverständigenrates um 30 % abgesenkt werden. Da fragt man sich doch, ob das Geld dann zum Leben zu wenig und ob das Sterben besser wäre. Diese dumm-klugen Leute sollten nur einmal einen Monat von diesem Notgroschen Leben müssen, dann würden sie derartige Vorschläge nicht mehr abgeben. Die Ungerechtigkeiten in diesem Staat stinken zum Himmel. Da werden Millionen verschwendet für den Bush-Besuch in Mecklenburg-Vorpommern oder für den Besuch des allzubayrischen Heiligen Vaters Ratzinger. Wir haben es ja im Überfluss. Für die Schaffung von Arbeitsplätzen ist kein Geld in der Kasse. Da sparen wir dann mal schnell bei den Sozialschmarotzern der Nation, den Hartz-IV-Empfängern.

Gerade habe ich das Interview mit dem thüringischen Ministerpräsidenten Althaus gesehen. Da erdreistet dieser sich, den Vorschlag zur Kürzung mit warmen Worten zu unterstützen. Schämen sollte er sich, der mit einem Jahreseinkommen von mehr als 200.000 € auf der Sonnenseite lebt.

Da fällt mir nur noch ein: Parteien, das sind die Vorteile für wenige und Schwachsinn für alle.

Und zu guter Letzt: Zensur in Deutschland wird vielfach praktiziert.

09 Sep 2006 | Weblog - 0 Kommentare

Das werde ich einmal in (m)eine Geschichte schreiben

Ruhig ist es. Der Traum ist schön. Ich schwebe über der Erde, über den Dingen. Wieder fühle ich mich leicht, ganz leicht und frei. Die Nacht sollte besser nicht vorbei gehen. Im Bett ist es wohlig warm. Hier habe ich es gut, keiner redet auf mich ein. – Gestern Abend hatten sie sich wie so oft gestritten. Immer Streit, immer schreien sie sich an. Türen werden geworfen. Eine Vase fliegt durch das Wohnzimmer. Mutter hatte sie in ihrer Wut geworfen. Er schlägt blindlings auf den Tisch. Seine Faust trifft ihr ins Gesicht. Sie blutet und weint. Ich weine auch. Schluchzend laufen mir die Tränen übers Gesicht. Sie drückt mich an sich. Ihre Brust ist warm und ihr Atem geht schnell. Sie redet auf mich ein. Verstehen kann ich es kaum, weil ich so aufgeregt bin. Ich habe Angst. Immer diese Angst. Er geht mit lauten Schritten aus dem Zimmer, nimmt seine Autoschlüssel und verlässt mit einem lauten Knall die Wohnung. Der Putz bröckelt an den Seiten aus den Fugen. Plötzlich ist es still. Die Angst verlässt mich langsam. Immer noch pocht mein Herz ganz wild in meiner Brust. Mutter bringt mich zu Bett. Ich schlafe noch lange nicht ein. Viele Gedanken sind in meinem Kopf. Immer wieder sehe ich ihn, meinen Stiefvater, zuschlagen. Ich habe Angst, er könnte uns umbringen. Er ist jähzornig und unberechenbar. Wenn er heute zurückkommen wird, hat er sicher wieder getrunken. – Immer noch schwebe ich weit oben und sehe mich auf meinem Bett liegen. Ich sehe mich! Es ist schön, so zu schweben, so leicht zu sein, wie eine Feder. Ist es wirklich so oder ist es nur wieder dieser Traum, den ich so mag?

09 Sep 2006 | Weblog - 0 Kommentare

Das falsche Wahlvolk

Es sei doch unfair, sagt Müntefering sinngemäß auf einer Pressekonferenz nach den parlamentarischen Sommerferien, die Koalitionäre an ihren jeweiligen Wahlprogrammen zu messen.

Das ist ja die Höhe der Unverschämtheit! So unverblümt hat noch kein Politiker in der Öffentlichkeit zugegeben, dass Wahlversprechen eben nur für das dumme Wahlvolk sind, um sie bei der Stange zu halten. Nachher ist alles anders. Da wird nichts mehr umgesetzt, nichts mehr soll so sein, wie es gesagt wurde und wenn die Dummen das nicht akzeptieren, dann sind diese unfair und nicht die Politiker. Am besten, sie tauschen das Wahlvolk aus. Weg damit, es ist nur als Stimmvolk wichtig. Nur warum machen die eigentlich Politik? Warum gehen wir eigentlich noch wählen? Wo soll das hinführen? Fragen über Fragen und keine Antworten. Oder doch! Auf zur freien Selbstbestimmung, weg mit diesen Lügnern und Schmarotzern. Ich wähle zukünftig die Anarchie. Da weiß ich woran ich bin!

03 Sep 2006 | Weblog - 0 Kommentare

Ein nörgelnder Postkunde


Samstags kannst du die Post knicken. Auch wenn du genau weißt, es kommt ein Paket. Es ist vom Versender rechtzeitig abgesandt worden, dann hast du es noch lange nicht bei dir. Egal was drinnen ist, selbst Lebensmittel werden nicht zugestellt. Bisher hatten wir einen Paketfahrer, der sehr gewissenhaft seine Arbeit gemacht hat und freundlich war. Doch seit einigen Wochen haben die Herren von der gelben Behörde mal wieder ihr Zustellsystem verändert. Jetzt sitzt da beinah jeden Tag ein anderer Fahrer im Postauto DHL und kennt sich hier auf dem Lade nicht aus. Er wirft auch mal eine Karte in den Briefkasten mit der Aufforderung, das Paket am nächsten Werktag ab 17.00 Uhr in der Postagentur abzuholen, obwohl man zu Hause ist und er das Paket durchaus bei etwas mehr Zeit hätte direkt zustellen können. Dafür bezahlt man ja die hohen Portokosten, damit der gelbe Service auch zustellt. Doch weit gefehlt: Das Porto dient der Gewinnmaximierung und nicht dem Service. Wenn ich es in der Hand hätte, würde ich der Post keine Aufträge mehr geben. Andere sind besser und preiswerter.

Mit der Briefpost ist es ähnlich. Montags kommen nur Werbeblättchen. Dienstags bleibt der Briefträger meistens aus und Mittwochs sammelt sich alles, was seit Freitag nicht mehr zugestellt wurde.  Toll, wie sich alles ändert!

26 Aug 2006 | Weblog - 0 Kommentare

“In unnütz toller Wut” Maarten ‘t Hart, Roman, Piper

Dieser Dialog steht ganz am Anfang des ersten Kapitels. Molly, die Malerin, fragt den Bücherschreiber aus. Er ist zu ihr als zwölftes Modell gekommen.

Laß mich mal überlegen, elf, glaube ich, du bist der Zwölfte. Was hab ich gesagt? Alles ausziehen…so ist gut. Allmächtiger, wie kommst du in deinem Alter zu so einer guten Figur? Nicht die Spur von einem Bäuchlein. Wie ist das möglich? Du bist doch schon über fünfundfünfzig, nicht?“
“Mehr oder weniger.“
„Ich verstehe das nicht. Die elf…alle waren sie unter dem Rippenbogen tüchtig gewölbt, und du… wie schaffst du das? Machst du ständig Diät?“
„Nein, wer sich kasteit, der kommt nicht weit. Wer Diät hält, der verfeinert nur die Tricks des Körpers, Fett zu speichern, wenn man wieder normal ißt. Wer fastet, wird dick.“
„Was soll man denn sonst tun?“
„Halt dich an meinen Grundsatz: Du darfst überall reinbeißen, Hauptsache, du kannst danach ordentlich scheißen.“
„Ob das mir hilft?“
„In Reimen abnehmen.“
„Genau. Laß dir raten, sei sparsam mit Kohlenhydraten! Meidest Fette, bleibst du schlank, jede Wette.“

Gut zu lesen, wie alles von Marten t’ Hart.

Geheimnisvolles am nächtlichen Fenster

Lautes Knurren und leichtes Fauchen ist aus der Küche zu vernehmen. Was ist los? Es ist gegen 21.45 Uhr. Ich gehe nachschauen, um zu sehen, warum der Kater sein Revier verteidigt. Dem Kater Gizmo stehen alle Haare zu Berge.
Manchmal sitzt eine schwarz-weiß gescheckte Katze am Fenster. Sie bettelt öfter. Ihre Quartiereltern im Nachbarhaus haben sie schon vor einem Jahr ausgesetzt und wir füttern sie deshalb mit. Im Winter hatte ich ihr aus Kartons am warmen Kellerfenster ein etwas geschütztes Nest gebaut. Schade um das Tier, aber eine zweite Katze wollen wir nicht aufnehmen.
Aber diesmal ist es nicht unser Futtergast. Durch das halboffene Fenster sehe ich auf der Fensterbank zwei Tiergesichter. Erst denke ich, es ist das Spiegelbild von Gizmo; aber da irre ich mich. Zwei Waschbären sitzen da und schauen mich neugierig an. Sie hatten wahrscheinlich einen Tipp bekommen bezüglich einer günstigen Futterquelle. Ich nehme an, wenn das Fenster offen gewesen wäre und der Kater nichts bemerkt hätte, dann wären diese drolligen Bären auch in die Küche gestiegen.

Waschbär Waschbär (Bildquelle: Wikipedia)

24 Aug 2006 | Weblog - 0 Kommentare

Ziemlich geniale Kostenkalkulation

Eine Kostenkalkulation im OpenOffice – Format *.ods zur Errechnung des notwendigen Stunden- oder Tagessatzes für eine zu erbringende Dienstleistung, z. B. im Webdesign, habe ich auf meine Seite http://sundragon.classlibrary.net/~king zum Download gestellt. Die Datei ist passwortgeschützt und darf genutzt werden.

Gelb markierte Felder werden mit den erforderlichen Angaben beschrieben, darunter auch der private Bedarf. Wichtig ist, die Eingaben der Werte monatlich vorzunehmen. Über die Felder „Tagessatz“ werden die jährlichen Arbeitstage und „Stundensatz“ werden die täglich zu arbeitenden Stunden eingeben. Im Ergebnis erfährt der Nutzer, wieviel er pro Stunde Arbeitszeit bzw. pro Arbeitstag seinen Kunden berechnen muss.

21 Aug 2006 | Weblog - 0 Kommentare

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