Gedanken zum Interview mit SPD-Chef Sigmar Gabriel “Russland darf nicht ins wirtschaftliche Chaos rutschen” im Tagesspiegel vom 21.12.2014

Am Ende des Tages können weder Deutschland noch Europa Interesse daran haben, dass Russland ins wirtschaftliche Chaos abgleitet. Deshalb ist die Forderung, die Sanktionen zu verschärfen, falsch. Da gibt es jetzt Scharfmacher nicht nur in den USA, die sogar den Beitritt der Ukraine zur Nato fordern. Als ob wir nicht schon genug gegenseitige Provokationen hätten. Dieser Debatte muss man Einhalt gebieten. Das Ziel ist doch nicht, Russland in die Knie zu zwingen, sondern zu Verhandlungen über eine friedliche Lösung des Ukrainekonflikts zu bewegen. Wir sollten stattdessen über eine neue Entspannungspolitik in Europa nachdenken. Wir brauchten die Sanktionen, um klarzumachen, dass wir den Bruch des Völkerrechts durch Russland nicht akzeptieren. Gleichzeitig aber brauchen wir neue Verhandlungen, für die sich Außenminister Frank-Walter Steinmeier so sehr einsetzt.“ Tagesspiegel 21.12.2014

Wenn es die SPD-Führung es ernst meint und sich vielleicht ein wenig wie der Altbundeskanzler Schröder verhalten würde, als es um eine deutsche Beteiligung im Irak-Krieg ging, könnten wir uns mit Herrn Gabriels Ausführungen anfreunden. Allein, uns fehlt der Glaube! Bisher hat die SPD fast immer das gemacht, was ihr zur Macht passte. Deshalb liegt sie auch bei ca. 25 % der Wählerstimmen und wird nicht weiter kommen. Unter Merkels Regie wird sie noch kleiner werden und die Genossen merken es nicht einmal. Selbsttäuschung, Blindheit, Fehleinschätzung der aktuellen Lage oder der Glaube an ein Wunder sind ihre Instrumente fernab der realen Welt.
Natürlich müssten dann die Herren Gabriel und Steinmeier die jetzige große Koalition in Frage stellen, doch soweit geht ihr Denken und Handeln nicht. Worauf es ankäme, wäre, sich aus dem US-Vasallenstatus zu lösen und eine eigenständige europäische Politik zu betreiben, in der Russland als Teil Europas und als Partner behandelt wird. Doch in der Realität werden Deutschland und die EU von den USA instrumentalisiert und handeln gegen deutsche und europäische Interessen!

Das Märchen von dem Völkerrechtsbruch Russlands, das von Völkerrechtlern längst widerlegt ist, muss immer wieder herhalten, um den von den USA und der EU gesteuerten Putsch in Kiew zu verdecken.

Siehe auch den höchst aufschlussreichen Artikel unter diesem Blog Fadenkreuz

 

Wie ernst ist es wirklich mit Russland?

N24 meldet am 18.12.2014:

„Die EU-Kommission ist vor allem über den Verfall des Rubels und die Wirtschaftskrise in Russland sehr besorgt. “Niemand hat Interesse daran, dass die russische Wirtschaft in eine tiefe Depression stürzt”, hieß es aus Kreisen der Behörde.“

Deutsche Wirtschafts Nachrichten ebenfalls vom 18.12.2014:

„Reuters meldet über die neuen Einsichten von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier:

Der drohende Kollaps der russischen Wirtschaft alarmiert Deutschland und Europa. “Die Lage ist tatsächlich ernst“, sagte ein Sprecher von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am Mittwoch. Allerdings bestritt die Bundesregierung, dass vor allem die vom Westen verhängten Wirtschaftssanktionen zu der Krise geführt hätten. Auch ein Vertreter der EU-Kommission betonte, “niemand hat ein Interesse daran, dass Russland in eine tiefe Depression stürzt.” Deshalb müssten alle Möglichkeiten genutzt würden, um in der Ukraine-Krise mit Russland ins Gespräch zu kommen.

Der Sprecher der Bundesregierung klingt ähnlich:

Die Bundesregierung beobachtet nach Angaben ihres Sprechers Steffen Seibert die Entwicklung in Russland aufmerksam. Die Krise gehe aber nicht vorrangig auf die von EU und USA im Zuge des Ukraine-Konflikts gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen zurück, betonte Seibert.“

Also verlogener geht es wohl nicht!

Ehrlichkeit und Einsicht war und ist bei unseren Politkern schlicht nicht zu finden.
Selbstverständlich haben die Sanktionen, von den USA provoziert und der EU umgesetzt, eine Hauptursache für die sich rasant verschlechternde Lage in Russland.
Im Nachhinein will es keiner gewußt haben und gewesen sein von unseren unverantwortlichen Entscheidern. Geschichtskenntnisse und Wirtschaftskompetenzen für Politiker sind unerwünscht und äußerst unangenehm. Für politische Entscheidungen und Ämter braucht man hierzulande ja keine Qualifikationen und Ausbildungen.

Meines Erachtens wird es höchste Zeit, dass sich Deutschland und Frankreich (die EU insgesamt) sehr deutlich von der US-Politik distanzieren und zur Kooperation mit Russland wenden – und dies gegen alle Scharfmacher aus den USA und Europa.

Die Lage (in Russland) ist ernst, meint der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Das hätten die OBAMA-MERKEL-TRUPPEN wohl gern? Sie reden von einer russischen Staatspleite. Kann ich nicht erkennen. Russland hat nur 12 % seines BIP verschuldet. Deutschland 75,4 %, Frankreich 95,2 %, die Eurozone 92,7 %, die USA über 100 %. Italien sogar mit 133,8 %. Da lauern die Staatspleiten doch eher woanders! Oder? Dagegen muss der EURO  seit Jahren ständig <gerettet> werden.

Bisher tobt der Finanzkrieg als Bestandteile der Sanktionen und des Verfalls des Erdoelpreises. Mit diesen gezielten Angriffen von Banken und Regierungen auf die Stabilität anderer Länder wird klar, dass hier ganz andere Interessen vertreten werden. Die Frage stellt sich also: Wem nützt es?

Und eine weitere Frage stellt sich: Wann kommt es zum vom Westen provozierten heißen Krieg? Hoffen wir auf die Vernunft der Menschen.

 

 

Wenn die Amerikaner Geschenke bringen!

Da sollten die Kubaner wachsam sein, wenn Amerikaner Geschenke verteilen. Trojanische Pferde gibt es auch heute noch!

Obama will es plötzlich wissen und verteilt (ganz uneigennützig) Geschenke an Kuba. Der große Bruder im Norden will sich annähern; wer sich bisher darauf einließ, der wurde allzu oft von den USA betrogen. Beispiele für US gestützte Juntas in Südamerika gibt es genug. Auch dieses Mal scheint der Anreiz, Kuba aus seinem historischen Verbund mit Russland herauszulösen, das alles überragende Interesse Obamas zu sein. Denn offenbar sehen die USA nach dem Niedergang der ehemaligen Sowjetunion eine große Chance gekommen, das zu erreichen, was sie in sechzig Jahren des Kalten Krieges nicht zu erreichen vermochten.

Russland die entscheidende Niederlage zu erteilen und sich damit den Zugriff auf alle russischen Ressourcen zu sichern, erscheint Obama und seinen Hintermännern (Banken und Konzerne) nun möglich. Nur diesem überragenden Ziel dienen im Endeffekt der Umsturz in Kiew, sowie die Konflikte mit dem Iran und die Kriege in Afghanistan, dem Irak und Syrien. Weltweit soll der Einfluss des „Reiches des Bösen“ zurück gedrängt werden. Kuba ist nur ein minimaler Teil dieser Strategie, die Weltherrschaft zu erreichen.

Ein Schelm, wer böses dabei denkt:
Als die USA sagten, „Wir wollen Partner der Ukraine werden”, führte das in eine Katastrophe. Auch dieser Wunsch der USA erklärt sich einzig und alleine aus eigennützigen Gründen. Wir sind gespannt, was da noch so alles kommen wird.

 

Papst Franziskus’ Europarede vom 25.11.2014 – eine Kapitalismuskritik

Papst Franziskus hielt am 25. November 2014 eine Ansprache im Europaparlament in Straßburg. Der Text wurde vom Presseamt des Heiligen Stuhls Journalisten zur Verfügung gestellt. Es gilt das gesprochene Wort.

Herr Präsident, meine Damen und Herren Vizepräsidenten, verehrte Europaabgeordnete und alle, die in den verschiedenen Arbeitsbereichen dieser Einrichtung tätig sind, liebe Freunde,

ich danke Ihnen für die Einladung, vor dieser Institution, die für das Leben der Europäischen Union grundlegend ist, das Wort zu ergreifen, und für die Gelegenheit, die Sie mir bieten, mich über Sie an die über fünfhundert Millionen Bürger zu wenden, die Sie in den 28 Mitgliedsstaaten vertreten. Meinen besonderen Dank möchte ich Ihnen, Herr Parlamentspräsident, ausdrücken für die freundlichen Worte, mit denen Sie mich im Namen aller Mitglieder der Versammlung willkommen geheißen haben.

Mein Besuch findet in einem zeitlichen Abstand von mehr als einem viertel Jahrhundert nach dem von Papst Johannes Paul II. statt. Vieles hat sich seit jenen Tagen in Europa und in der ganzen Welt verändert. Es existieren nicht mehr die gegensätzlichen Blöcke, die damals den Kontinent in zwei Teile teilten, und langsam erfüllt sich der Wunsch, dass “Europa sich souverän freie Institutionen gibt und eines Tages sich in die Dimensionen entfalten kann, die die Geografie und mehr noch die Geschichte ihm gegeben haben”.[1]

Neben einer weiträumigeren Europäischen Union gibt es auch eine Welt, die komplexer geworden und stark in Bewegung ist. Eine Welt, die immer stärker vernetzt und global und daher auch immer weniger “eurozentrisch” ist. Einer ausgedehnteren, einflussreicheren Union scheint sich jedoch das Bild eines etwas gealterten und erdrückten Europas zuzugesellen, das dazu neigt, sich in einem Kontext, der es oft nüchtern, misstrauisch und manchmal sogar argwöhnisch betrachtet, weniger als Protagonist zu fühlen.

Indem ich mich heute an Sie wende, möchte ich aufgrund meiner Berufung zum Hirten an alle europäischen Bürger eine Botschaft der Hoffnung und der Ermutigung richten.

Eine Botschaft der Hoffnung, die auf der Zuversicht beruht, dass die Schwierigkeiten zu machtvollen Förderern der Einheit werden können, um alle Ängste zu überwinden, die Europa – gemeinsam mit der ganzen Welt – durchlebt. Eine Hoffnung auf den Herrn, der das Böse in Gutes und den Tod in Leben verwandelt.

Eine Ermutigung, zur festen Überzeugung der Gründungsväter der europäischen Union zurückzukehren, die sich eine Zukunft wünschten, die auf der Fähigkeit basiert, gemeinsam zu arbeiten, um die Teilungen zu überwinden und den Frieden und die Gemeinschaft unter allen Völkern des Kontinentes zu fördern. Im Mittelpunkt dieses ehrgeizigen politischen Planes stand das Vertrauen auf den Menschen, und zwar weniger als Bürger und auch nicht als wirtschaftliches Subjekt, sondern auf den Menschen als eine mit transzendenter Würde begabte Person.

Es liegt mir vor allem daran, die enge Verbindung hervorzuheben, die zwischen diesen beiden Worten besteht: “Würde” und “transzendent”.

Die “Würde” ist ein Schlüsselwort, das den Aufschwung der zweiten Nachkriegszeit charakterisiert hat. Unsere jüngere Geschichte zeichnet sich dadurch aus, dass die Förderung der Menschenwürde zweifellos ein zentrales Anliegen war gegen die vielfältige Gewalt und die Diskriminierungen, an denen es im Laufe der Jahrhunderte auch in Europa nicht gefehlt hat. Das Wahrnehmungsvermögen für die Bedeutung der Menschenrechte entsteht gerade als Ergebnis eines langen, auch aus mannigfachen Leiden und Opfern bestehenden Weges, der dazu beigetragen hat, das Bewusstsein für die Kostbarkeit, Einzigkeit und Unwiederholbarkeit jedes einzelnen Menschen heranzubilden. Dieses kulturelle Bewusstsein hat seine Grundlage nicht nur in den Ereignissen der Geschichte, sondern vor allem im europäischen Denken, das gekennzeichnet ist durch ein reichhaltiges Zusammenfließen, dessen vielfältige, weit zurückliegende Quellgründe “aus Griechenland und aus Rom, aus keltischem, germanischem und slawischem Boden und aus dem Christentum [stammen], das sie tief geprägt hat”[2] und so zu der Idee der “Person” führte.

Heute spielt die Förderung der Menschenrechte eine zentrale Rolle im Engagement der Europäischen Union, mit dem Ziel, die Würde der Person zu stützen, sowohl innerhalb Europas als auch in der Beziehung zu den anderen Ländern. Es handelt sich um ein wichtiges und bewundernswertes Engagement, denn es bestehen immer noch zu viele Situationen, in denen Menschen wie Objekte behandelt werden, deren Empfängnis, Gestaltung und Brauchbarkeit man programmieren und sie dann wegwerfen kann, wenn sie nicht mehr nützlich sind, weil sie schwach, krank oder alt geworden sind.

In der Tat, welche Würde besteht, wenn die Möglichkeit fehlt, frei die eigene Meinung zu äußern oder ohne Zwang den eigenen Glauben zu bekennen? Welche Würde ist möglich ohne einen klaren juristischen Rahmen, der die Gewaltherrschaft begrenzt und das Gesetz über die Tyrannei der Macht siegen lässt? Welche Würde kann jemals ein Mensch haben, der zum Gegenstand von Diskriminierung aller Art gemacht wird? Welche Würde soll jemals einer finden, der keine Nahrung bzw. das Allernotwendigste zum Leben hat und – schlimmer noch – dem die Arbeit fehlt, die ihm Würde verleiht?

Die Würde des Menschen zu fördern, bedeutet anzuerkennen, dass er unveräußerliche Rechte besitzt, deren er nicht nach Belieben und noch weniger zugunsten wirtschaftlicher Interessen von irgendjemandem beraubt werden kann.

Man muss aber Acht geben, nicht Missverständnissen zu verfallen, die aus einem falschen Verständnis des Begriffes Menschenrechte und deren widersinnigem Gebrauch hervorgehen. Es gibt nämlich heute die Tendenz zu einer immer weiter reichenden Beanspruchung der individuellen – ich bin versucht zu sagen: individualistischen – Rechte, hinter der sich ein aus jedem sozialen und anthropologischen Zusammenhang herausgelöstes Bild des Menschen verbirgt, der gleichsam als “Monade” () zunehmend unsensibel wird für die anderen “Monaden” in seiner Umgebung. Mit der Vorstellung des Rechtes scheint die ebenso wesentliche und ergänzende der Pflicht nicht mehr verbunden zu sein, so dass man schließlich die Rechte des Einzelnen behauptet, ohne zu berücksichtigen, dass jeder Mensch in einen sozialen Kontext eingebunden ist, in dem seine Rechte und Pflichten mit denen der anderen und zum Gemeinwohl der Gesellschaft selbst verknüpft sind.

Ich meine daher, dass es überaus wichtig ist, heute eine Kultur der Menschenrechte zu vertiefen, die weise die individuelle, oder besser die persönliche Dimension mit der des Gemeinwohls – mit jenem ” “Wir alle”, das aus Einzelnen, Familien und kleineren Gruppen gebildet wird, die sich zu einer sozialen Gemeinschaft zusammenschließen”[3] – zu verbinden versteht. Wenn nämlich das Recht eines jeden nicht harmonisch auf das größere Wohl hin ausgerichtet ist, wird es schließlich als unbegrenzt aufgefasst und damit zur Quelle von Konflikten und Gewalt.

Von der transzendenten Würde des Menschen zu sprechen, bedeutet also, sich auf seine Natur zu berufen, auf seine angeborene Fähigkeit, Gut und Böse zu unterscheiden, auf jenen “Kompass”, der in unsere Herzen eingeschrieben ist und den Gott dem geschaffenen Universum eingeprägt hat.[4] Vor allem bedeutet es, den Menschen nicht als ein Absolutes zu betrachten, sondern als ein relationales Wesen. Eine der Krankheiten, die ich heute in Europa am meisten verbreitet sehe, ist die besondere Einsamkeit dessen, der keine Bindungen hat. Das wird speziell sichtbar bei den alten Menschen, die oft ihrem Schicksal überlassen sind, wie auch bei den Jugendlichen, die keine Bezugspunkte und keine Zukunfts-Chancen haben; es wird sichtbar bei den vielen Armen, die unsere Städte bevölkern; es wird sichtbar in dem verlorenen Blick der Migranten, die hierhergekommen sind, auf der Suche nach einer besseren Zukunft.

Diese Einsamkeit ist dann durch die Wirtschaftskrise verschärft worden, deren Wirkungen noch andauern mit Konsequenzen, die unter gesellschaftlichem Gesichtspunkt dramatisch sind. Zudem kann man feststellen, dass im Laufe der letzten Jahre mit dem Prozess der Erweiterung der Europäischen Union eine Steigerung des Misstrauens der Bürger gegenüber Institutionen einhergeht, die als fern betrachtet werden, damit beschäftigt, Regeln aufzustellen, die als weitab von der Sensibilität der einzelnen Völker, wenn nicht sogar als schädlich wahrgenommen werden. Von mehreren Seiten aus gewinnt man den Gesamteindruck der Müdigkeit, der Alterung, die Impression eines Europas, das Großmutter und nicht mehr fruchtbar und lebendig ist. Demnach scheinen die großen Ideale, die Europa inspiriert haben, ihre Anziehungskraft verloren zu haben zugunsten von bürokratischen Verwaltungsapparaten seiner Institutionen.

Dazu kommen einige etwas egoistische Lebensstile, die durch einen mittlerweile unhaltbaren Überfluss gekennzeichnet und oft ihrer Umgebung, vor allem den Ärmsten gegenüber gleichgültig sind. Mit Bedauern ist festzustellen, dass im Mittelpunkt der politischen Debatte technische und wirtschaftliche Fragen vorherrschen auf Kosten einer authentischen anthropologischen Orientierung.[5] Der Mensch ist in Gefahr, zu einem bloßen Räderwerk in einem Mechanismus herabgewürdigt zu werden, der ihn nach dem Maß eines zu gebrauchenden Konsumgutes behandelt, so dass er – wie wir leider oft beobachten – wenn das Leben diesem Mechanismus nicht mehr zweckdienlich ist, ohne viel Bedenken ausgesondert wird, wie im Fall der Kranken, der Kranken im Endstadium, der verlassenen Alten ohne Pflege oder der Kinder, die vor der Geburt getötet werden.

Es ist das große Missverständnis, das geschieht, “wenn sich die Verabsolutierung der Technik durchsetzt”,[6] die schließlich zu einer “Verwechslung von Zielen und Mitteln”[7] führt. Das ist ein unvermeidliches Ergebnis der “Wegwerf-Kultur” und des “hemmungslosen Konsumismus“. Dagegen bedeutet die Menschenwürde zu behaupten, die Kostbarkeit des menschlichen Lebens zu erkennen, das uns unentgeltlich geschenkt ist und deshalb nicht Gegenstand von Tausch oder Verkauf sein kann. Sie sind in Ihrer Berufung als Parlamentarier auch zu einer großen Aufgabe ausersehen, die vielleicht unnütz erscheinen mag: sich der Gebrechlichkeit anzunehmen, der Gebrechlichkeit der Völker und der einzelnen Menschen. Sich der Gebrechlichkeit anzunehmen bedeutet Kraft und Zärtlichkeit, bedeutet Kampf und Fruchtbarkeit inmitten eines funktionellen und privatistischen Modells, das unweigerlich zur “Wegwerf-Kultur” führt. Sich der Gebrechlichkeit der Menschen und der Völker anzunehmen bedeutet, das Gedächtnis und die Hoffnung zu bewahren; es bedeutet, die Gegenwart in ihrer nebensächlichsten und am meisten beängstigenden Situation auf sich zu nehmen und fähig zu sein, sie mit Würde zu salben.[8]

Wie kann man also der Zukunft wieder Hoffnung verleihen, so dass – angefangen bei den jungen Generationen – das Vertrauen wiedergewonnen wird, das große Ideal eines vereinten und friedvollen, kreativen und unternehmungsfreudigen Europas zu verfolgen, das die Rechte achtet und sich der eigenen Pflichten bewusst ist?

Um diese Frage zu beantworten, gestatten Sie mir, auf ein Bild zurückzugreifen. Eine der berühmtesten Fresken Raffaels im Vatikan stellt die sogenannte Schule von Athen dar. In ihrem Mittelpunkt stehen Platon und Aristoteles. Der erste deutet mit dem Finger nach oben, zur Welt der Ideen, zum Himmel, könnten wir sagen; der zweite streckt die Hand nach vorne, auf den Betrachter zu, zur Erde, der konkreten Wirklichkeit. Das scheint mir ein Bild zu sein, das Europa und seine Geschichte gut beschreibt, die aus der fortwährenden Begegnung zwischen Himmel und Erde besteht, wobei der Himmel die Öffnung zum Transzendenten, zu Gott beschreibt, die den europäischen Menschen immer gekennzeichnet hat, und die Erde seine praktische und konkrete Fähigkeit darstellt, die Situationen und Probleme anzugehen.

Die Zukunft Europas hängt von der Wiederentdeckung der lebendigen und untrennbaren Verknüpfung dieser beiden Elemente ab. Ein Europa, das nicht mehr fähig ist, sich der transzendenten Dimension des Lebens zu öffnen, ist ein Europa, das in Gefahr gerät, allmählich seine Seele zu verlieren und auch jenen “humanistischen Geist”, den es doch liebt und verteidigt.

Gerade ausgehend von der Notwendigkeit einer Öffnung zum Transzendenten möchte ich die Zentralität des Menschen bekräftigen, der andernfalls zum Spielball der Moden und der jeweiligen Mächte wird. In diesem Sinne halte ich nicht nur das Erbe, welches das Christentum in der Vergangenheit der soziokulturellen Gestaltung des Kontinentes überlassen hat, für grundlegend, sondern vor allem den Beitrag, den es heute und in der Zukunft zu dessen Wachstum zu leisten gedenkt. Dieser Beitrag stellt nicht eine Gefahr für die Laizität der Staaten und für die Unabhängigkeit der Einrichtungen der Union dar, sondern eine Bereicherung. Das zeigen uns die Ideale, die Europa von Anfang an geformt haben, wie der Friede, die Subsidiarität und die wechselseitige Solidarität – ein Humanismus, in dessen Zentrum die Achtung der Würde der Person steht.

Darum möchte ich erneut die Bereitschaft des Heiligen Stuhls und der katholischen Kirche betonen, durch die Kommission der Europäischen Bischofskonferenzen (COMECE) einen gewinnbringenden, offenen und transparenten Dialog mit den Institutionen der Europäischen Union zu pflegen. Ebenso bin ich überzeugt, dass ein Europa, das fähig ist, sich die eigenen religiösen Wurzeln zunutze zu machen, indem es ihren Reichtum und ihre inneren Möglichkeiten zu ergreifen versteht, auch leichter immun sein kann gegen die vielen Extremismen, die sich in der heutigen Welt verbreiten – auch aufgrund des großen ideellen Vakuums, das wir im sogenannten Westen erleben, denn “es ist gerade die Gottvergessenheit und nicht seine Verherrlichung, die Gewalt erzeugt”.[9]

Wir können hier die zahlreichen Ungerechtigkeiten und Verfolgungen nicht unerwähnt lassen, die täglich die religiösen und besonders die christlichen Minderheiten in verschiedenen Teilen der Welt treffen. Gemeinschaften und Einzelne, die sich barbarischer Gewalt ausgesetzt sehen: aus ihren Häusern und ihrer Heimat vertrieben; als Sklaven verkauft; getötet, enthauptet, gekreuzigt und lebendig verbrannt – unter dem beschämenden und begünstigenden Schweigen vieler.

Das Motto der Europäischen Union ist Einheit in der Verschiedenheit, doch Einheit bedeutet nicht politische, wirtschaftliche, kulturelle oder gedankliche Uniformität. In Wirklichkeit lebt jede authentische Einheit vom Reichtum der Verschiedenheiten, die sie bilden: wie eine Familie, die umso einiger ist, je mehr jedes ihrer Mitglieder ohne Furcht bis zum Grund es selbst sein kann. In diesem Sinn meine ich, dass Europa eine Familie von Völkern ist, welche die Institutionen der Union als nah empfinden können, falls diese es verstehen, das ersehnte Ideal der Einheit weise mit der je verschiedenen Eigenart eines jeden zu verbinden, indem sie die einzelnen Traditionen zur Geltung bringen, sich der Geschichte und der Wurzeln dieses Kontinents bewusst werden und sich von vielen Manipulationen und Ängsten befreien. Den Menschen ins Zentrum zu setzen bedeutet vor allem zuzulassen, dass er frei sein eigenes Gesicht und seine eigene Kreativität ausdrückt, sowohl auf der Ebene des Einzelnen als auch auf der des Volkes.

Andererseits bilden die Eigenarten eines jeden in dem Maß, wie sie in den Dienst aller gestellt werden, einen echten Reichtum. Man muss sich immer an die besondere Struktur der Europäischen Union erinnern, die auf den Prinzipien der Solidarität und der Subsidiarität gründet, so dass die gegenseitige Hilfe vorherrscht und man, beseelt von gegenseitigem Vertrauen, vorangehen kann.

In dieser Dynamik von Einheit und Eigenart ist Ihnen, meine Damen und Herren Europaabgeordnete, auch die Verantwortung übertragen, die Demokratie lebendig zu erhalten, die Demokratie der Völker Europas. Es ist kein Geheimnis, dass eine vereinheitlichende Auffassung der Globalität der Vitalität des demokratischen Systems schadet, indem es dem reichen fruchtbaren und konstruktiven Gegensatz der Organisationen und der politischen Parteien untereinander seine Kraft nimmt. So läuft man Gefahr, im Reich der Idee, des bloßem Wortes, des Bildes, des Sophismus zu leben… und schließlich die Wirklichkeit der Demokratie mit einem neuen politischen Nominalismus zu verwechseln. Die Demokratie in Europa lebendig zu erhalten erfordert, viele “Globalisierungsarten” zu vermeiden, die die Wirklichkeit verwässern: die engelhaften Purismen, die Totalitarismen des Relativen, die geschichtswidrigen Fundamentalismen, die Ethizismen ohne Güte, die Intellektualismen ohne Weisheit.[10]

Die Wirklichkeit der Demokratien lebendig zu erhalten ist eine Herausforderung dieses geschichtlichen Momentes: zu vermeiden, dass ihre reale Kraft – die politische Ausdruckskraft der Völker – verdrängt wird angesichts des Drucks multinationaler nicht universaler Interessen, die sie schwächen und in vereinheitlichende Systeme finanzieller Macht im Dienst von unbekannten Imperien verwandeln. Das ist eine Herausforderung, die Ihnen die Geschichte heute stellt.

Europa Hoffnung geben bedeutet nicht nur die Zentralität des Menschen anzuerkennen, sondern schließt auch ein, seine Begabungen zu fördern. Es geht deshalb darum, in ihn und in die Bereiche zu investieren, in denen seine Talente sich entwickeln und Frucht bringen. Der erste Bereich ist gewiss der der Erziehung, angefangen von der Familie, welche die grundlegende Zelle und ein kostbarer Bestandteil jeder Gesellschaft ist. Die geeinte, fruchtbare und unauflösliche Familie bringt die fundamentalen Elemente mit sich, um Zukunftshoffnung zu geben. Ohne diese Festigkeit baut man letztlich auf Sand, mit schweren gesellschaftlichen Folgen. Andererseits dient die Betonung der Bedeutung der Familie nicht nur dazu, den neuen Generationen Aussichten und Hoffnung zu vermitteln, sondern auch den zahlreichen alten Menschen, die oft gezwungen sind, in Situationen der Einsamkeit und der Verlassenheit zu leben, weil es nicht mehr die Wärme einer häuslichen Gemeinschaft gibt, die imstande ist, sie zu begleiten und zu unterstützen.

Neben der Familie gibt es das Erziehungswesen: Schulen und Universitäten. Die Erziehung darf sich nicht darauf beschränken, eine Ansammlung von technischen Kenntnissen zu vermitteln, sondern muss den äußerst komplexen Wachstumsprozess des Menschen in seiner Ganzheit fördern. Die Jugendlichen von heute verlangen, eine angemessene und vollständige Ausbildung erhalten zu können, um mit Hoffnung in die Zukunft zu schauen und nicht mit Enttäuschung. Zahlreich sind zudem die kreativen Möglichkeiten Europas auf verschiedenen Gebieten der wissenschaftlichen Forschung, von denen einige noch nicht ganz erkundet sind. Man denke beispielsweise nur an die alternativen Energiequellen, deren Entwicklung dem Umweltschutz von großem Nutzen wäre.

Europa hat in einem lobenswerten Einsatz zugunsten der Ökologie immer in der vordersten Reihe gestanden. Diese unsere Erde braucht tatsächlich eine ständige Pflege und Aufmerksamkeit, und jeder trägt eine persönliche Verantwortung in der Bewahrung der Schöpfung, dieses kostbaren Geschenkes, das Gott in die Hände der Menschen gelegt hat. Das bedeutet einerseits, dass die Natur uns zur Verfügung steht, wir uns an ihr freuen und sie in rechter Weise gebrauchen können. Andererseits bedeutet es jedoch, dass wir nicht ihre Herren sind. Hüter, aber nicht Herren. Wir müssen sie deshalb lieben und achten, stattdessen sind wir “oft vom Hochmut des Herrschens, des Besitzens, des Manipulierens, des Ausbeutens geleitet; wir “hüten” sie nicht, wir achten sie nicht, wir betrachten sie nicht als unentgeltliches Geschenk, für das wir Sorge tragen müssen.”[11] Die Umwelt achten bedeutet aber nicht nur, sich darauf zu beschränken, sie nicht zu verderben, sondern auch, sie für das Gute zu nutzen. Ich denke vor allem an den landwirtschaftlichen Sektor, der berufen ist, dem Menschen Unterstützung und Nahrung zu liefern. Es ist nicht tolerierbar, dass Millionen von Menschen in der Welt den Hungertod sterben, während jeden Tag Tonnen von Lebensmitteln von unseren Tischen weggeworfen werden. Außerdem erinnert uns die Achtung gegenüber der Natur daran, dass der Mensch selbst ein grundlegender Teil von ihr ist. Neben der Ökologie der Umwelt bedarf es daher jener Ökologie des Menschen, die in der Achtung der Person besteht, die ich heute in meinen Worten an Sie ins Gedächtnis rufen wollte.

Der zweite Bereich, in dem die Talente des Menschen zur Blüte kommen, ist die Arbeit. Es ist Zeit, die Beschäftigungspolitik zu fördern, vor allem aber ist es notwendig, der Arbeit wieder Würde zu verleihen, indem man auch angemessene Bedingungen für ihre Ausübung gewährleistet. Das schließt einerseits ein, neue Methoden zu finden, um die Flexibilität des Marktes mit der Notwendigkeit von Stabilität und Sicherheit der Arbeitsperspektiven zu verbinden, die für die menschliche Entwicklung der Arbeiter unerlässlich sind. Andererseits bedeutet es, einen angemessenen sozialen Kontext zu begünstigen, der nicht auf die Ausbeutung der Menschen ausgerichtet ist, sondern darauf, durch die Arbeit die Möglichkeit zu garantieren, eine Familie aufzubauen und die Kinder zu erziehen.

Gleichermaßen ist es notwendig, gemeinsam das Migrationsproblem anzugehen. Man kann nicht hinnehmen, dass das Mittelmeer zu einem Massenfriedhof wird! Auf den Kähnen, die täglich an den europäischen Küsten landen, sind Männer und Frauen, die Aufnahme und Hilfe brauchen. Das Fehlen gegenseitiger Unterstützung innerhalb der Europäischen Union läuft Gefahr, partikularistische Lösungen des Problems anzuregen, welche die Menschenwürde der Einwanderer nicht berücksichtigen und Sklavenarbeit sowie ständige soziale Spannungen begünstigen. Europa wird imstande sein, die mit der Einwanderung verbundenen Problemkreise zu bewältigen, wenn es versteht, in aller Klarheit die eigene kulturelle Identität vorzulegen und geeignete Gesetze in die Tat umzusetzen, die fähig sind, die Rechte der europäischen Bürger zu schützen und zugleich die Aufnahme der Migranten zu garantieren; wenn es korrekte, mutige und konkrete politische Maßnahmen zu ergreifen versteht, die den Herkunftsländern der Migranten bei der sozio-politischen Entwicklung und bei der Überwindung der internen Konflikte – dem Hauptgrund dieses Phänomens – helfen, anstatt Politik der Eigeninteressen zu betreiben, die diese Konflikte steigert und nährt. Es ist notwendig, auf die Ursachen einzuwirken und nicht nur auf die Folgen.

Herr Präsident, Exzellenzen, meine Damen und Herren Abgeordnete,

das Bewusstsein der eigenen Identität ist auch notwendig, um konstruktiv mit den Staaten zu verhandeln, die gebeten haben, in Zukunft der Union beizutreten. Ich denke vor allem an jene aus dem balkanischen Raum, für die der Eintritt in die Europäische Union dem Friedensideal entsprechen kann, in einer Region, die unter den Konflikten der Vergangenheit so sehr gelitten hat. Und schließlich ist das Bewusstsein der eigenen Identität unerlässlich in den Beziehungen zu den anderen Nachbarländern, besonders zu denen, die ans Mittelmeer grenzen, von denen viele aufgrund innerer Konflikte und unter dem Druck des religiösen Fundamentalismus und des internationalen Terrorismus leiden.

Ihnen, verehrte Mitglieder des Parlaments, kommt als gesetzgebende Instanz die Aufgabe zu, die europäische Identität zu bewahren und wachsen zu lassen, damit die Bürger wieder Vertrauen in die Institutionen der Union und in den Plan des Friedens und der Freundschaft gewinnen, der das Fundament der Union ist. “Je mehr […] die Macht der Menschen wächst, desto mehr weitet sich ihre Verantwortung, sowohl die der Einzelnen wie die der Gemeinschaften.”[12] In diesem Wissen appelliere ich daher an Sie, daran zu arbeiten, dass Europa seine gute Seele wiederentdeckt.

Ein anonymer Autor des 2. Jahrhunderts schrieb, dass “die Christen in der Welt das sind, was die Seele im Leib ist”.[13] Die Aufgabe der Seele ist es, den Leib aufrecht zu erhalten, sein Gewissen und sein geschichtliches Gedächtnis zu sein. Und eine zweitausendjährige Geschichte verbindet Europa mit dem Christentum. Eine Geschichte, die nicht frei von Konflikten und Fehlern – auch von Sünden -, immer aber beseelt war von dem Wunsch, am Guten zu bauen. Das sehen wir an der Schönheit unserer Städte und mehr noch an der Schönheit der vielfältigen Werke der Liebe und des gemeinschaftlichen menschlichen Aufbaus, die den Kontinent überziehen. Diese Geschichte ist zum großen Teil erst noch zu schreiben. Sie ist unsere Gegenwart und auch unsere Zukunft. Sie ist unsere Identität. Und Europa hat es dringend nötig, sein Gesicht wiederzuentdecken, um – nach dem Geist seiner Gründungsväter – im Frieden und in der Eintracht zu wachsen, denn es selbst ist noch nicht frei von Konflikten.

Liebe Europaabgeordnete, die Stunde ist gekommen, gemeinsam das Europa aufzubauen, das sich nicht um die Wirtschaft dreht, sondern um die Heiligkeit der menschlichen Person, der unveräußerlichen Werte; das Europa, das mutig seine Vergangenheit umfasst und vertrauensvoll in die Zukunft blickt, um in Fülle und voll Hoffnung seine Gegenwart zu leben. Es ist der Moment gekommen, den Gedanken eines verängstigten und in sich selbst verkrümmten Europas fallen zu lassen, um ein Europa zu erwecken und zu fördern, das ein Protagonist ist und Träger von Wissenschaft, Kunst, Musik, menschlichen Werten und auch Träger des Glaubens ist. Das Europa, das den Himmel betrachtet und Ideale verfolgt; das Europa, das auf den Menschen schaut, ihn verteidigt und schützt; das Europa, das auf sicherem, festem Boden voranschreitet, ein kostbarer Bezugspunkt für die gesamte Menschheit!

Danke.

Fußnoten

[1] Johannes Paul II., Ansprache an das Europaparlament, 11. Oktober 1988, 5.

[2] Johannes Paul II., Ansprache an die Parlamentarische Versammlung des Europarates, Straßburg, 8. Oktober 1988, 3.

[3] Benedikt XVI., Enzyklika Caritas in veritate, 7; vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Past. Konst. Gaudium et spes, 26.

[4] Vgl. Kompendium der Soziallehre der Kirche, 37.

[5] Vgl. Evangelii gaudium, 55.

[6] Benedikt XVI., Caritas in veritate, 71.

[7] Ebd.

[8] Vgl. Evangelii gaudium, 209.

[9] Benedikt XVI., Ansprache an die Mitglieder des Diplomatischen Korps, 7. Januar 2013.

[10] Vgl. Evangelii gaudium, 231.

[11] Papst Franziskus, Generalaudienz, 5. Juni 2013.

[12] Zweites Vatikanisches Konzil, Past. Konst. Gaudium et spes, 34.

[13] Vgl. Brief an Diognet, 6.

 

 

 

PushUp Leggins helfen auch nicht …

PushUp Leggins helfen auch nicht … Oder?

 

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Ein neugieriger und gar nicht scheuer Igel

Hier in Playa des Ingles, am Nachmittag des 14.03.2013 kommt er neugierig auf die Terrasse, sucht etwas Futter und ist gar nicht scheu.

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Gizmo

Kater Gizmo

Gizmo

Gizmo
Computerzeichnung
29.12.2012

 

Berlin, 18.12.2012, nachmittags

Ziemlich windig auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt

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DREI HASELNÜSSE FÜR ASCHENBRÖDEL

 

   
ARD 22.12.12 24.12.12  
WDR 16.12.12 24.12.12  
EinsFestival   24.12.12  
NDR 25.12.12    
RBB 25.12.12 26.12.12  
MDR 26.12.12 27.12.12
BR   26.12.12  

Insgesamt elfmal läuft zwischen dem 16.12. bis zum 27.12.2012 der CSSR/DDR – Märchenfilm “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” beim ARD – Fernsehen. Dieser Film ist Kult! – Oder?

Für die Zuschauer eine große Zumutung. Haben diese Fernsehleute nicht genug Geld, um ein  anspruchsvolles Fernsehprogramm zu gestalten. Dieses kann jeder Gebührenzahler – wenn schon nicht immer – mindestens an den Feiertagen verlangen.

Oder ist dieser Film schon mit fünf Oskars ausgezeichnet worden? Aber selbst das rechtfertigt eine solche Serie im Programm nicht. Das DDR – Fernsehen war schon mangels Geld und Einfällen eine ständiges Wiederholungsprogramm. Das ARD – Fernsehen nähert sich diesem Standard an.

Um den Gebührenzahlern ein Qualitätsfernsehen anzubieten, braucht es nicht mehr Geld im System. Weniger Sender wären mehr, soll heißen: Wir Zuschauer brauchen nicht Masse sondern Klasse. Das sollten wir als Zuschauer und Zahler verlangen.

 

NPD – Verbot

Aktionismus mal wieder. Wegen der NSU-Bande. Oder? Verbot der NPD. Jetzt wieder!? Hatten wir schon mal – diesen Versuch. Ist völlig in die Hose gegangen.

Vorher immer auf dem rechten Auge blind. Nachher Verbot. Und dazwischen Vertuschung, Vernichtung von Akten, Informationen aus nicht seriösen Quellen. Immer noch ist der Verfassungsschutz (trotz einiger personeller Konsequenzen) in seinen Strukturen der Gleiche.

Wird sich etwas ändern, wenn diese Partei verboten wird? Wahrscheinlich nicht, denn das Gedankengut wird es weitergeben. Nicht nur platt, sächsisch oder bayrisch – überall in Deutschland und auch in Europa.

Es sind nicht nur die Rechten. Rechtes Gedankengut gibt es überall. Stoiber in Bierzelten hat Fremdenfeindliches geäußert. Von der „Nützlichkeit“ der Menschen war die Rede. „Kinder statt Inder“ – wer hat es vergessen?. Rüttgers führte damit seinen Wahlkampf. Beispiele gibt es genug. Doch die Leute vom Verfassungsschutz Schreddern Akten – wahrscheinlich heute noch.

Die Gesellschaft ist gefragt und natürlich die Politiker. Doch diese bewegen sich überwiegend auf dem Parkett des Populismus.